29. Januar 2009
„Jetzt kommt die Zeit des antizyklischen Schenkens, an Weihnachten kann jeder.“ lässt mich das Super-Sterne-Koch-Original Vincent Klink von der „Wielandhöhe“ in Stuttgart auf seiner Homepage wissen. Das Studium des dort veröffentlichten Tagebuchs von Vincent Klink, der wie ich in Schwäbisch Gmünd geboren ist und schon dort mit seinem „Postillon“ einen legendären Ruf genoss, kann ich allen, die die Fernsehköche und -köchinnen satt haben, nur wärmstens empfehlen. Denn wo findet man so auf die Schnelle ein Foto von „fabulous Paul Bocuse“ wie er sich gerade an einem Eisenbahnwagon erleichtert
– und erfährt so nebenbei, dass sich dessen großartige Aktivitäten nicht nur auf den Herd beschränken sondern ihm auch im fortgeschrittenen Alter von 80 Jahren noch Zeit bleibt, sich dreifach „l´amour“ zu widmen.
Spannend bei einem Koch vom Kaliber Vincent Klinks ist auch dessen Kartoffelsalat-Experiment mit dem guten alten Maggi (ja Sie haben richtig gelesen: Maggi). Aber der Meister darf sich nicht zu sehr darüber auslassen, sonst ist der Michelin Stern in Gefahr. Schauen Sie einfach mal drauf, es wird sich lohnen.
Um auf Weihnachten und das Schenken zurück zu kommen: So richtig amüsant finde ich den Ausspruch von Vincent Klink deswegen, weil ich beruflich jetzt zur „christmasworld“ (30.01.-03.02.2009) nach Frankfurt muss. Ich werde mir in Mörfelden-Walldorf im vier Sterne Hotel mit dem Restaurant „Mezcalinos Cantina y Bar Mexicana“ ein schönes Zimmer nehmen, ein leckeres Steak genießen und auch mit Arbeit ein schönes Wochenende haben.
Macht´s gut
Euer
Melmoth the Wanderer
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Verfasst von carathotels
26. Januar 2009
Als ich letztens an einem Sonntagmorgen von meinem Bett aus durch das Fenster aufmerksam das Spiel einer Möwe verfolgte, war ich wieder fasziniert, wie sie sich spielerisch mit gespreizten Flügeln dem Wind entgegenstellte und durch die Lüfte tragen ließ. Nun, dieses Spiel schien ewig zu gehen und vermittelte mir wieder das von mir so ersehnte Gefühl einer grenzenlosen Freiheit. Wieder wurde mir bewusst, wie sehr sich die Menschen doch gegenseitig der Freiheit berauben.
Ich erinnerte mich, wie ich kürzlich bei einer meiner häufigen Reisen in Düsseldorf verweilte. Es war ein Wochenende, und bei zunehmender Abendstimmung entschloss ich mich von meinem Lieblings-Hotel an der Düsseldorfer Altstadt einen Schlenker über die nahe liegende Kö´ zurück in die Gassen der Altstadt zu machen. Ich freute mich über das zunehmende Treiben der feierlustigen Menschen und genoss hier und da die reflektierenden Reize des weiblichen Geschlechts. Prompt stellte sich ein latenter Durst ein, weshalb ich vor einer der vielzähligen Kneipen stehen blieb. An der Tür fiel mir ein bronzenes Schild mit dem Vermerk „Raucherkneipe“ auf. Seit mehr als einem Jahrzehnt bin ich konsequenter Nichtraucher. Das Thema „Rauchverbot“ tangiert mein Verhalten daher kaum. Aber in diesem Moment wurde mir mal wieder bewusst - die Menschen müssen alles regeln.
Ich betrat das Lokal und vergnügte mich beim Anblick der feiernden Gäste. Es war laut und fröhlich, und man spürte, die Leute haben hier Spass am Leben. Zur späteren Stunde, zurück in meinem nur wenige Meter entfernten Vier-Sterne-Hotel bemerkte ich, dass sämtliche Kleidungsstücke den Geruch der verrauchten Kneipe angenommen haben. Ich gebe zu, dass mich das im ersten Moment gestört hat.
Wenn ich nun aber auf dem Bett liegend das Spiel der Möwe verfolge, dann wünsche ich mir, dass auch zukünftig hin und wieder nach einem schönen Abend meine Kleidungsstücke nach Rauch stinken. Für mich ist das ein vergleichbar kleiner Preis für die Freiheit. Die Menschen haben immer Angst vor den bedrohlichen Einflüssen des gemeinsamen Lebens und bemerken gar nicht, dass sie sich immer mehr der eigenen Freiheit berauben.
Japeloup der Windhund
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Verfasst von carathotels
23. Januar 2009
„Segeln muss sein“, so meine freie Übersetzung, das wussten schon die alten Römer. Als alter Chiemsee-Segler bin auch ich zu allen Jahreszeiten bemüht, dieser Notwendigkeit nachzukommen. Sei es die Herausforderungen des Bayerischen Meeres bei Regatten, Wind und Wellen zu meistern, oder bei Sonne, Sommer, Sonnenschein den Geheimtipp des Vize-Präsidenten des Chiemsee-Yacht-Clubs befolgend, einen „Brachsen-Törn“ auf die Fraueninsel zu unternehmen. Wer es einfach und herzhaft liebt, kann dort am Südufer bei Menisini´s, frisch geräucherte Aale, Brachsen, Renken und Saiblinge unter freiem Himmel mit Blick auf die Kampenwand (…jaja: wann i mit meiner Wamp´n kanndt, no gangad i auf´d Kampenwand [für Nichtbayern: Wenn ich mit meinem Bierbauch könnte, ginge ich zu Fuß auf die Kampenwand]) bei einem ehrlichen und preiswerten Grünen Veltliner genießen. Wer mehr auf Curry-Wurst steht, ist in Fritzi´s Biergarten auf der Nordseite auch nicht schlecht aufgehoben. Gehobenere Ansprüche erfüllen die Linde, der Inselwirt und die Klosterschänke. Und bei den Nonnen im Kloster gibt es den vielleicht besten Marzipan der Welt.
Nur leider steht zur Zeit im Winter das geliebte Schiff auf dem Hänger an Land und Eisschollen treiben über den nebligen See. Macht nichts, denkt sich da der Segel-Enthusiast. Auf nach Düsseldorf zur boot (17.- 25. Januar)! Mal wieder Seglerluft schnuppern, Yachten schauen und vom Blauwassersegeln träumen. Aber ach, zu früh gefreut, mein Lieblingshotel in Düsseldorf am Carlsplatz ist leider schon seit Wochen total ausgebucht. Aus der Traum! Keine Seglerluft am Tag und keine Altstadttouren nachts. Nächstes Jahr passiert mir das garantiert nicht mehr, die boot 2010 ist fest im Plan, das Hotel schon gebucht.
Na denn Mast und Schotbruch!
Euer Käpt´n Ahab
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Verfasst von carathotels
1. Januar 2009
Hurra! Das neue Jahr ist da und wir alle werden schon wieder ein bischen älter. Aber älter werden macht nichts habe ich irgendwo gelesen. Es sei das einzige wirksame Mittel gegen das Sterben. Stimmt. Und kosten tut es ja auch nichts. Wobei das ja auch ganz schlecht ist, da die Regierung ja die Binnenkonjunktur über den Konsum ankurbeln will und wir alle möglichst viel ausgeben sollen. Damit sind auch die guten Vorsätze fürs neue Jahr mit Abnehmen, nicht mehr Rauchen und weniger Trinken Makulatur. Denn, wie sagte schon Kennedy: „Überlege nicht, was Dein Land für Dich tun kann, sondern was Du für Dein Land tun kannst“. Oder so ähnlich. Also nichts wie ran an die Buletten. Quatsch: Hummer, Kaviar, Champagner, Havannas und was sonst noch alles gut und teuer ist. Unser Land braucht es und wir können es tun, wie ein anderer Präsident uns jetzt gesagt hat. Und das mit dem kostenlosen Älterwerden blenden wir lieber mal aus.
Nachdem die Feiertage noch andauern, plagt mich das Fernweh und ich habe schon massenweise Hotels abgecheckt. Schön wär´s ja schon bis nach Drei Könige noch ein bißchen in der weiteren oder näheren Ferne auszuspannen (neudeutsch „abzuchillen“), vielleicht mal als Tagestrip die Pinakotheken und die Kandinsky – Ausstellung in München zu besuchen, oder drei Tage mit den Skiern den super Neuschnee in den Bergen zu genießen. Auch das kurbelt doch die Wirtschaft an. Eine Übernachtung im drei Sterne Superior Hotel in München für 65,00 € die Nacht ist da ja fast zu günstig, das kurbelt ja nicht wirklich. Also gleich zu den fünf Sternen? Ich weiß nicht, es scheint mir da doch ein bißchen steif zuzugehen und ich will doch entspannen und kein ete petete. Ja, ich habe es. Ein Edelstein, mitten in München beim Sendlinger Tor. Und weil es gerade etwas günstiger ist, bleib ich halt mit der Frau zwei Nächte für Kultur und Shoppen, das kurbelt dann doch auch.
Es grüßt euch,
Melmoth the Wanderer
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Verfasst von carathotels