navigare necesse est
23. Januar 2009 Freizeit Kommentieren
„Segeln muss sein“, so meine freie Übersetzung, das wussten schon die alten Römer. Als alter Chiemsee-Segler bin auch ich zu allen Jahreszeiten bemüht, dieser Notwendigkeit nachzukommen. Sei es die Herausforderungen des Bayerischen Meeres bei Regatten, Wind und Wellen zu meistern, oder bei Sonne, Sommer, Sonnenschein den Geheimtipp des Vize-Präsidenten des Chiemsee-Yacht-Clubs befolgend, einen „Brachsen-Törn“ auf die Fraueninsel zu unternehmen. Wer es einfach und herzhaft liebt, kann dort am Südufer bei Menisini´s, frisch geräucherte Aale, Brachsen, Renken und Saiblinge unter freiem Himmel mit Blick auf die Kampenwand (…jaja: wann i mit meiner Wamp´n kanndt, no gangad i auf´d Kampenwand [für Nichtbayern: Wenn ich mit meinem Bierbauch könnte, ginge ich zu Fuß auf die Kampenwand]) bei einem ehrlichen und preiswerten Grünen Veltliner genießen. Wer mehr auf Curry-Wurst steht, ist in Fritzi´s Biergarten auf der Nordseite auch nicht schlecht aufgehoben. Gehobenere Ansprüche erfüllen die Linde, der Inselwirt und die Klosterschänke. Und bei den Nonnen im Kloster gibt es den vielleicht besten Marzipan der Welt.
Nur leider steht zur Zeit im Winter das geliebte Schiff auf dem Hänger an Land und Eisschollen treiben über den nebligen See. Macht nichts, denkt sich da der Segel-Enthusiast. Auf nach Düsseldorf zur boot (17.- 25. Januar)! Mal wieder Seglerluft schnuppern, Yachten schauen und vom Blauwassersegeln träumen. Aber ach, zu früh gefreut, mein Lieblingshotel in Düsseldorf am Carlsplatz ist leider schon seit Wochen total ausgebucht. Aus der Traum! Keine Seglerluft am Tag und keine Altstadttouren nachts. Nächstes Jahr passiert mir das garantiert nicht mehr, die boot 2010 ist fest im Plan, das Hotel schon gebucht.
Na denn Mast und Schotbruch!
Euer Käpt´n Ahab