Trend Ho(s)tels – Was die „Klassiker“ von Ihnen lernen können
25. März 2009 Hotellerie, Trends Kommentieren
Neue Hotelkonzepte sind ja eigentlich nichts Neues. Die Blüten, die momentan in europäischen Großstädten treiben sind designorientiert, puristisch, funktional, auf jeden Fall modern und für krisengebeutelte Reiselustige bezahlbar. So zum Beispiel die Superbude in Hamburg (Gewinner des European Hotel Design Award), das Cocoon in München oder das CitizenM in Amsterdam.
Was haben die, was andere nicht haben? Doch die Frage müsste eher lauten, was haben diese Ho(s)tels nicht, was andere noch haben. Bei der Konzeption wurde vielerorts überlegt, auf was der Gast heutzutage verzichten kann und wofür er dann auch nicht zu zahlen braucht. Zum Beispiel auf Kleiderschränke. Dafür gibt’s Multifunktionsmöbel. Und Multifunktionspersonal (Spannende Idee, wenn die Putzfrau kocht…).
Viel Wert legt man zudem auf die technische Ausstattung. WLAN ist selbstverständlich, Multimediaboxen, Spielkonsolen oder smarte Lichtsysteme begeistern die Gäste. Die Küche wird zur Snackbar, zum Take-Away oder zur WG-Kochstelle (Das macht den Job der Allround-Putzfrau wieder einfacher…).
Zu was sie uns inspirieren? Ausstattung und Features in den Hotels, insbesondere in den Zimmern, zu überdenken. Wenn in diesem Jahr, wie die AHGZ in ihrer Ausgabe 2009/9 berichtet, die mittelständische Hotellerie ihre Gästezimmer aufmöbeln will, dann sollte sie sich vorher gut überlegen, in welche Annehmlichkeiten sie investiert. Über eine smarte Multimedia-Ausstattung kann man da schon einmal nachdenken. Und erhaltet bitte auf jeden Fall die Kleiderschränke: kleiner, okay, aber ganz mag ich nicht drauf verzichten.
Viel Fingerspitzengefühl beim „in-den-Gast-hinein-denken“ wünscht
Anastasia von der Rolle