Hotel-Blogs

19. Juni 2009

Eigentlich wollte ich ja schon lange mal einen Blogartikel zum Thema Blogs in der Hotelbranche schreiben, aber irgendwie kam immer wieder was dazwischen.

Ein aktueller Artikel auf AHGZ Online gab nun den entscheidenden Anstoss. In einem Interview erklärt Uwe Frers von Escapio, was man bei einem Hotelblog so alles beachten sollte. Die Basics sind ein Internetzugang, ein Webbrowser und ein Account bei einem Blog-Software-Anbieter (wir nutzen hier zum Beispiel WordPress). Gestalterisch sollte sich der Blog an dem bestehenden Layout der Hotelwebseite orientieren. Bis dahin bin ich völlig einverstanden.

Inhaltlich orientieren sich seine Tipps an dem, was jedem guten Blog innewohnen sollte: Mehrwert für den Leser und Neuigkeitswert. Für Hotels bietet die Plattform eines Blogs seiner Meinung nach die Möglichkeit, Angebote und Specials an den geneigten Leser zu bringen. Dazu ein paar News aus dem Haus und Veranstaltungstipps aus der Region.
Das klingt im Grunde ja ganz nett.

Aber eben nur nett. Ein Angebot des Hotels oder Veranstaltungen in der Region, die sich prima mit einem Aufenthalt im Hotel verbinden lassen, bringe ich lieber auf der Webseite unter. Und dann verliert der Blog seinen Neuigkeitsvorsprung. Warum den Blog nicht eine Ebene höher heben? Im Blog Inhalte unterbringen, die für eine gut strukturierte und informative Hotel Webseite zu viel sind. Grundsätzliche Gedanken über Stadtleben, Zusammenleben, Weltgeschehen. Persönliche Erlebnisse oder Ansichten eines Hoteldirektors / einer Hoteldirektorin. Das ist mit Sicherheit nicht der Weisheit letzter Schluss und nur eine persönliche Einschätzung.

Das Nachrichten-Nutzerverhalten ist aktuell von einem starken Wandel geprägt. Das betrifft Zeitungen, Zeitschriften, ihre Online-Ausgaben, pure Online-Angebote, Blogs oder Dienste wie Google News. und das wird auch noch eine Weile so bleiben. Jeder sucht sich nach eigenem Gusto und Zeitbudget die geeigneten Nachrichten zusammen, ob Fast-Food-Newsticker oder 5-Gänge-Menü-Feuillton.

Wir bloggen fröhlich weiter, was uns so in den Sinn kommt. Wer gerne etwas anderes lesen will, kann uns da ja mitteilen. Vielleicht haben wir dazu eine Idee.

Mit diesen Gedanken wünsche ich allen Lesern ein schönes Wochenende…


Kalendersprüche

18. Juni 2009

Ich halte sonst nicht viel von Kalendersprüchen. Einer hat es aber doch geschafft, dass ich über ihn nachgedacht habe.

>>Wer sein Ziel nicht weiß, kann den Weg nicht haben!<<
Christian Morgenstern

Was ist mit unseren Zielen vom Anfang des Jahres? Sind wir uns dieser noch bewusst? Die rasanten Veränderungen am Markt zwingen uns zum Reagieren, das Agieren bleibt immer mehr auf der Strecke. Wir hetzen immer mehr durch den Arbeitstag.  Wenn es noch geht, wird immer mehr Zeit investiert. Immer mehr Arbeitsstunden. Liegt aber nicht in der Ruhe die Kraft?!

Gerade jetzt sollte man sich die Zeit nehmen und mit seinen Schlüsselpersonen in der Firma, wen auch immer Sie dazu zählen, ein Wochenende in einer anderen Stadt verbringen. Warum in einer anderen Stadt? Damit man auch nach dem Tag zusammensitzen kann und keiner sich davonschleicht. Was halten Sie von Düsseldorf, oder München? Mir sind diese Städte deswegen eingefallen, da man auch nach den Besprechungen etwas finden wird, was allen gefällt. Sie glauben gar nicht, wie schnell die Gespräche z.B. in einem gemütlichen Biergarten weiter sprudeln.

Ich habe dies auch schon öfters miterleben dürfen. Am Anfang war ich skeptisch. In lockerer Runde mit einem guten Moderator war das Ergebnis schon erstaunlich und die aktuellen, vielfältigen Aufgaben, Probleme wurden zielgerichteter und vor allem gemeinsam angegangen. Das „Wir-Gefühl“ wurde gesteigert. Die Firma profitierte vom Ergebnis. Die Ausgabe hat sich somit gelohnt. Also, viel Spaß bei Ihrer Wochenendauszeit mit Ihren Mitarbeitern!