Menschen sind wie Lemminge. Alle rennen wie magisch angezogen in eine Richtung und keiner weiß eigentlich warum. Und wie das enden kann, wissen wir ja. Touristen verhalten sich der Beobachtung nach meistens ähnlich.
Heute empfehle ich Ihnen deshalb mal eine ganz andere Ecke. Sehr beliebt bei Einheimischen und Insidern: Die Ecke Ehrengutstrasse/Dreimühlenstrasse/Roecklplatz.
Es handelt sich im um Altbauviertel auf der südlichen Seite des Schlachthofes (nicht abschrecken lassen; klingt schlimmer als es ist – die Entdeckungen direkt im Schlachthof folgen demnächst).
Das Quartier ist vom carathotel aus in 15 Minuten zu Fuß zu erreichen und ein Abendausflug dorthin ist sehr zu empfehlen. Es gibt für alle etwas und die Liste der angesagten Restaurants und Kneipe ist lang. Angefangen beim Makassar (www.makassar.de), dem Restaurant der „Specialité Francaises et Coloniales“, über das ausgefallene und lobenswerte Projekt des „Röcklplatz Ausbildungsrestaurants“ (www.roecklplatz.de), das Jungendlichen aus schwierigem Umfeld eine Chance gibt und ausschließlich von solchen betrieben wird. Profigastronome haben diesen Ort geschaffen und leiten das Ganze professionell an.
Weiter geht es mit dem Shoya gleich gegenüber. Einem stadtbekannter Japaner, der allerdings in der Qualität und Freundlichkeit stark nachgelassen hat. Am Röcklplatz befindet sich übrigens auch die Weinhandlung der Familie Oberhuber (www.oberhuber-weine.com) mit einer ausgezeichneten Auswahl an Spitzenweinen und einem sehr guten Preis-/Leistungsverhätnis. Dann ist da noch das Café Zimt (www.cafezimt.de) – nix besonderes und das Bavarese (www.bavarese.net), welche wiederum unbedingt empfehlenswert ist.
Besonders möchte ich aber auf Monsieur Hu (www.monsieurhu.de) eingehen. Wer Monsieur Vuong aus Berlin kennt, hat nun so einen Laden auch in München. Ich glaube aber die beiden haben nichts miteinander zu tun. Monsieur Hu ist vor einiger Zeit aus einer Kneipe mit Kegelbahn auferstanden und daraus wurde eine stylische Lokalität, die vietnamesische und kantonesische Spezialitäten bietet. Das Ambiente muss man einfach gesehen haben. Besonders der beleuchtete „U-Bahn-Tunnel“ wie wir ihn im Freundeskreis liebevoll nennen. Falls man direkt darin sitzt und man von den grellen Lichtschläuchen geblendet wird, die Bedienung bitten, zu Dimmen. Ansonsten ist es etwas ungemütlich. Aber bevor man überhaupt sitzen darf, unbedingt reservieren. Ohne Reservierung hat man um 18 Uhr eine Chance aber man sollte sich darauf einstellen, spätestens um 20 Uhr wieder gehen zu müssen, da das Lokal immer voll ist. Das Essen ist super und die Hauptspeisen sind so groß, dann man „leider“ schon satt ist. Alles andere ist auch sehr, sehr lecker. Die Preise sind für das was man bekommt im unteren Bereich. Hauptspeise nur 10 – 14 Euro. Getränke normal. Also unbedingt ansehen!
Wer Pech hat und keine Platz bekommt, dem sei die Hong Kong Bar (www.hongkongbar.org) in der Kapuzinerstrasse als Alternative empfohlen. Diese liegt gleich um die Ecke und ist auch einen Besuch wert.
Für den Absacker geht man ins Zoozie’z (www.zoozies.de) – 3 Zimmer, Küche, Bar oder wem jetzt der Kopf schon geplatzt ist, zurück ins carathotel.
Das war jetzt ein bisschen viel, aber was man im Umkreis von 300 m nicht alles so findet. Nächstes Mal folgt wie gesagt der Schlachthof – eine ganz eigene Welt und dort gibt es nicht nur Ottfried Fischer mit seinem „Ottis Schlachthof“.
Verfasst von carathotels 



