Buchtipp: Bestseller Trilogie von Stieg Larsson
26. März 2010 Freizeit 1 Kommentar
Millennium-Trilogie: Verblendung, Verdammnis und Vergebung von Stieg Larsson
Das Internet ist voll mit Berichten über die Erfolgstrilogie von Stieg Larssons. Zum Sommerurlaub 2009 habe ich mir das erste Buch „Verblendung“ geholt und war total gefesselt. Mittlerweile habe ich alle drei Bücher gelesen, obwohl ich anfangs Bedenken hatte, dass die „Folgebücher“ ein Abklatsch und somit langweilig werden könnten. Nun, dass Gegenteil ist eingetreten und ich frage mich welches Buch da anknüpfen kann…
Der Klappentext vom ersten Teil „Verblendung“:
„Was geschah mit Harriet Vanger? Während eines Familientreffens spurlos verschwunden, bleibt ihr Schicksal jahrzehntelang ungeklärt. Bis der Journalist Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Salander recherchieren. Was sie zutage fördern, lässt alle Beteiligten wünschen, sie hätten sich nie mit diesem Fall beschäftigt.“
Es fängt wie eine normale Familiengeschichte an. Der alternde Industrielle Henrik Vanger bittet den Journalisten Mikael Blomkvist seine Memoiren aufzuschreiben. In Wirklichkeit möchte er, dass Blomkvist das Verschwinden seiner Nichte Harriet Vanger aufklärt. Er wird von der Ermittlerin Lisbeth Salander unterstützt, die eine virtuose Computerspezialistin mit messerscharfem Versand ist. In den folgenden Büchern geht es dann um die Ermittlerin Lisbeth selber, die sich gegen Intrigen und Verleumdungen wehren muss. Eine mörderische Hetzjagd gegen Lisbeth beginnt, bei der nur Journalist Michael Blomkvist zu ihr hält.
Grüße aus Düsseldorf und eine spannende Lesestunden!
Reiseliteratur – In die Ferne schmökern
29. Oktober 2009 Freizeit Kommentieren
Bevor es bei uns im Blog zu sehr nach Zimt und Tannennadeln duftet, gibt es ein paar Buchtipps. Diesmal zum Thema Reisen. Einfach im gemütlich Sessel sitzen bleiben und die Gedanken auf Reisen schicken. Mögliche Ziele finden Sie hier:
- Judith Schalansky “Atlas der abgelegenen Inseln” – 50 Inseln auf denen ich nie war und nie sein werde.
- Steve Hely, Vali Chandrasekaran „Die Wette“ – 42.000 km, 2 Männer, 1 Globus, Keine Flugzeuge.
- Roger Willemsen „Die wundersamen Irrfahrten des William Lithgow“ – Eine Kostbarkeit der Reiseliteratur endlich ins Deutsche übersetzt.
- Joachim Sartorius „Die Prinzeninseln“ – Ein dichterischer Blick auf ein Archipel vor Istanbul.
- Hape Kerkeling „Ich bin dann mal weg: meine Reise auf dem Jakobsweg“ – 800 Kilometer Wanderwege und Geschichten, eine Reiseführer und noch viel mehr.
- Tony Hawks und Xaver Engelhard „Mit dem Kühlschrank durch Irland“ – Wetten scheinen die lustigsten Reisen zu ergeben…
- Patricia Schultz „1000 Places to see before you die: Die Lebensliste für den Weltreisenden“ – Stoff für Träume…
- Wladimir Kaminer, Vitali P. Konstantinov „Ich bin kein Berliner: Ein Reiseführer für faule Touristen“ – witzige Anekdoten und viele Tipps für Berliner und die, die es gerne (wenn auch nur für ein paar Tage) wären.
- Süddeutsche Zeitung Magazin „Das perfekte Wochenende: Der Ausflugkalender für die weltbesten Kurztrips“ – Nur ein Wochenende Zeit? Dann gibt es hier die besten Tipps für Kurz-Mal-Weg-Reisende im Jahreskalender-Format. Wer sich schon für ein Ziel entschieden hat, dem seien die Einzelausgaben, wie zum Beispiel „Ein perfektes Wochenende in… München“ empfohlen.
- Robert Louis Stevenson „Die Schatzinsel“ – ein Klassiker!
- Jules Verne „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ – auch das ein Klassiker!
- Frank Schätzing „Limit“ – Eine Reise zum Mond, nach China und in die Zukunft.
Schöne Lesestunden wünscht die Leseratte der carathotels!
Kulinarisch – Ironischer Buchtipp
27. Juli 2009 Freizeit Kommentieren
Der 39. Häuptling Eigener Herd („Das Lebensmittel für Hirn und Wanst“) ist da!
Unter dem Titel „ Landidylle“ wird unter der bewährten Herausgeberschaft von Wiglaf Droste und Vincent Klink, mit Zeichnungen von Eva Muggenthaler, das immer größer werdende Bedürfnis von breiten Bevölkerungsschichten nach ländlichem Frieden, einem „Idyll“ (ursprgl. „Hirtengedicht“, Begriff geht auf den alten Griechen Theokrit zurück) untersucht. Wie die Herausgeber zutreffend im Editorial feststellen, haben es moderne Menschen wie wir bei der Suche danach ungleich schwerer als besagter Theokrit. Sie kommen zu der zwingenden Schlussfolgerung, dass diese Suche nur noch mit Ironie zu bewältigen ist und lassen deshalb eine namhafte Spitzentruppe von Ironikern (u.a. Gerhard Polt, Peter Rühmkopf , Thomas C. Breuer u.v.a.) sich des Themas annehmen.
Um auf den Geschmack zu kommen, Zitat von der 3. Buchseite, „Die Tagebücher der Brüder Goncourt“, deutsch von Petra Susanne Räbel:
„22. Juli 1857
Eine Kellnerin serviert uns beim Diner in Lamarche, ein wahres Wunder der Natur, deren Brüste, beide dicht gedrängt unter dem Mieder hervorstehend, den Blick und das Begehren entfachen. Das war die kernige und brutale Verführung auf dem Land. Zur Notzucht verleitend, ging sie, schritt sie, drehte sich geschmeidig und hüpfend, ihre Himmelskörper á la Jules Romains, auf denen man sich einen schlafenden Jupiter in Stiergestalt vorstellt, vor sich herschiebend und einen damit an der Schulter streifend, bei jedem Teller, den sie auftrug. Einer der lebhaftesten rein fleischlichen Eindrücke unseres Lebens.“
Edition Vincent Klink GmbH, Stuttgart, ISBN 978-3-297350-37-3
„Erscheint so vierteljährlich wie möglich.“
Und noch ein Buchtipp
20. Juli 2009 Freizeit Kommentieren
Inge Jens „Unvollständige Erinnerungen“
Inge Jens, geboren 1927 in Hamburg, durfte als Kind dem Führer Adolf Hitler die Hand schütteln. Nach Kriegsende kam für die Großbürgerstochter dann alles anders. Studium der Germanistik, Anglistik und Pädagogik in Tübingen, Begegnung mit dem Kommilitonen Walter Jens, man kommt sich näher und wird 1951 ein Paar fürs Leben. Das Ehepaar lebt in Tübingen, zwei Kinder kommen auf die Welt. Ohne dass der Begriff „Emanzipation“ eine Rolle spielt, lebt sie Familie und Karriere. Die 1953 promovierte Inge Jens besucht „Katia“, die Witwe von Thomas Mann, „Frau Thomas Mann“, so der Titel eines 2003 erschienenen Bestsellers von ihr und Walter Jens und wird die Herausgeberin der Tagebücher von Thomas Mann. Sie arbeitet an zahlreichen weiteren kulturhistorischen Projekten und schreibt auch noch „Katias Mutter“ (erschienen 2005, über Hedwig Pringsheim, die Schwiegermutter von Thomas Mann). Sie und ihr Mann sind nicht nur die Bücherwürmer im Elfenbeinturm. Nein, vom Gegenteil zeugen Erlebnisse bei den Blockaden gegen die Raketenstationierung in Mutlangen und beim Verstecken amerikanischer Deserteure daheim in Tübingen während des ersten Golfkriegs.
Von ihrem eigenen Leben machte Inge Jens, die bisher immer ihrem Mann Walter die erste Geige lies, bislang wenig Aufhebens. Jetzt erzählt sie zum ersten Mal ausführlich darüber: dem Leben an der Seite eines berühmten, vielgefragten Mannes; dem schwierigen Spagat zwischen ihrer Rolle als Mutter und den eigenen beruflichen Ambitionen.
Sie berichtet über Begegnungen mit Zeitgenossen wie Hans Mayer, Karola und Ernst Bloch, Golo Mann, Richard von Weizsäcker, Loriot und Carola Stern. Und sie schreibt mit großer Offenheit über die Demenzerkrankung ihres Mannes: “Ich sehe seinem Entschwinden zu.”
Ein mutiges Buch, eine große Frauenautobiographie und ein Stück Zeit- und Kulturgeschichte.
2. Teil unserer Buchempfehlungen
7. Juli 2009 Freizeit Kommentieren
Die Schmökerstunde geht weiter. Der erste Tipp für heute kommt aus unserer Geschäftsführung.
Peter Böckli “Bis zum Tod der Gräfin” – Das Drama um den Hotelpalast des Grafen de Renesse in Maloja
Worum geht es? Am 1. Juli 1884 öffnete das damals grösste und modernste Grand Hotel der Alpen in Maloja mit 300 Zimmern für 450 Gäste, seine Pforten. Der belgische Graf Camille de Renesse lud Hochfinanz und Adel zur Eröffnung seines kuppelgekrönten Palastes. Das Hotel wartete mit zwei Sensationen auf. Erstens die elektrische Beleuchtung und ein Aufzug. Die Heizung bestand aus drei riesigen Lokomotiv Dampfkesseln, die das ganze Hotel heizten. Spektakulär war die Frischluftzufuhr in allen Zimmern durch Ozonatoren. Doch schon 3 Tage nach der feierlichen Eröffnung bricht in Italien eine Choleraepidemie aus. Im Dezember 1884 erklärt der Graf seine Zahlungsunfähigkeit. Es gibt noch andere Gründe, die der Ära Renesse ein Ende bereiteten. Die Todesursache der jungen Gräfin, am 20. September 1884 in einem Basler Hotel, ist bis heute nicht nicht geklärt …
Die zweite Buchempfehlung stammt von unserem Schnupper-Praktikanten im Marketing: Noah Gordon’s “Der Medicus” spielt im 11. Jahrhundert. Im Medicus geht es um einen Jungen namens Robert Jeremy Cole, der mit seinen Geschwistern in London lebt. Als seine Eltern kurz hintereinander sterben nimmt ihn ein Baderchirug auf, erzieht und lehrt ihn den Beruf. Als der Bader stirbt wächst sein Wunsch, allen Menschen besser helfen zu können als bisher. Ein Medicus erzählt ihm von Persien und das er dort studiert habe. Allerdings durften dort damals nur Juden studieren. Weil er kein Jude war, fragte er im jeden Dorf nach dem Medicus, aber die meisten waren so schlecht das er dort nicht in die Lehre gehen wollte. Schliesslich wollte er sich nach Persien begeben um sich dort als Jude auszugeben weil er dort auch studieren will. Auf seiner Reise lernte er Juden kennen und beobachtete sie genau. Von ihnen lernte er persisch. Als er ankam hatte er am Anfang ein paar Schwierigkeiten aber er durfte dort bleiben. Er lebte dort mit zwei neu gewonnenen Freunden, bis der Lehrer von einer Krankheit dahingerafft wird. Als Arzt kehrte er dann mit seiner Frau Mary nach Schottland zurück um dort zu leben.
Wir wünschen allen Leseratten und Sommer-Urlaubs-Lesern viel Vergnügen mit der Lektüre.
Mehr gibt es in Kürze…
Sommerlektüre: Unsere Buchempfehlungen I
3. Juli 2009 Freizeit Kommentieren
Sommerzeit, Urlaubszeit, Reisezeit. Und endlich wieder Zeit zum Lesen. In den nächsten Tagen stellen wir hier einige Buchempfehlungen unserer Mitarbeiter vor. Viel Vergnügen beim schmökern
Der Direktor vom carathotel Düsseldorf empfiehlt „Der nasse Fisch“ von Volker Kutscher. Worum geht’s? Berlin 1929, Gereon Rath wird aus Köln kommend nach Berlin zur Sittenpolizei „abgestellt“. Er erlebt eine Weltstadt im Rausch des Alkohols und Drogen, voller sozialer und politischer Spannungen. Nach dem Fund einer unidentifizierten Leiche schaltet sich der junge, ehrgeizige Kommissar ungefragt in die stagnierenden Ermittlungen der Mordkommission ein – und stößt in ein Wespennest. Rath entdeckt eine Verbindung zu einem Kreis oppositioneller Exilrussen, die mit geschmuggeltem Gold Waffen kaufen wollen, um einen Putsch vorzubereiten. Auch andere sind hinter dem Gold und den Waffen her. Rath bekommt es mit dem organisierten Verbrechen zu tun. Ein spannender Krimi also. Eine zweite Meinung zum Buch? Gerne. Der Buchkritiker Jörg Kijanski von crimi-couch.de schreibt zum Buch: “Die ständige Diskussion, warum deutsche Krimiautoren im internationalen Vergleich zumeist schlecht abschneiden, dürfte durch Volker Kutschers Buch “Der nasse Fisch” neue Nahrung gewinnen. Einmal mehr überzeugt ein einheimischer Autor auf ganzer Linie und dies trotz eines Titels, hinter dem man nicht unbedingt einen Krimi erwarten würde.” Klingt gut? Finden wir auch.
Eine leichtere Sommerlektüre verspricht die Buchempfehlung unserer Hoteldirektorin aus dem atlashotel in Basel / Weil am Rhein: “Mieses Karma” von David Safier. Der Inhalt im Anriss: Das erfolgreiche Leben einer Talkshowmoderatorin findet dank eines herabstürzenden Waschbeckens ein jähes Ende. Also, eigentlich nicht das Leben an sich. Nur das als Talkshowmoderatorin. Und als Mensch. Es lockt die Widergeburt. Mit viel miesem Karma auf dem Lebenskonto allerdings “nur” als Ameise (ohne den kleinen Sechsbeinern damit zu nahe treten zu wollen). Um die Reinkarnationsleiter aufwärts zu klettern braucht es Karmapolitur und Buße. Auf dieser Odysee ist sie aber nicht allein. Der alte Charmeur Casanova fristet ebenfalls ein glückliches Ameisendasein… Es lohnt sich, mit diesem Duo ein wenig Sommer-Sonnen-Zeit zu vertrödeln.
Demnächst mehr auf diesem Sender. Bleiben Sie dran…